Mein (fast) ganz persönlicher Jahresrückblick

Jaheresrückblick

Wir sitzen fest. Im Sauerland.

Unser Auto macht zumindest aktuell noch nicht das, was es soll. Vielleicht bekommen wir es heute noch zum Laufen, vielleicht auch nicht. Konkret heißt das, dass das Jahr 2017 eigentlich erstmal nur besser werden kann. Diese Aussicht hat ja schon etwas.

Gleichzeitig ist ein wenig Zeit, jetzt, wo noch alle schlafen, das Jahr 2016 Revue passieren zu lassen und einen kleinen, wie gesagt fast ganz persönlichen, Jahresrückblick zu schreiben. Für mich, vielleicht auch für Dich.

Die erste Hälfte 2016

Die erste Hälfte des Jahres 2016 stand ganz klar unter dem Fokus meines Master-Studiums. Ich habe zu beinahe jeder freien Sekunde (was nicht so überwältigend viele sind) meine Master-Thesis geschrieben.

Thema der Arbeit war „Innovationskompetenz in Organisationen der Sozialwirtschaft – Ansätze zur Überwindung organisationaler Innovationsbarrieren“. Im Rückblick und kritisch betrachtet war das Thema vielleicht etwas sehr übergreifend gewählt, da das Thema „Innovation“ ein zwar sehr spannendes und für Organisationen der Sozialwirtschaft zunehmend wichtiges, gleichzeitig aber auch enorm breites Feld ist.

Hier wäre es wahrscheinlich hilfreich gewesen, noch eindeutigere Fokussierungen vorzunehmen. Sofern neben Familie und Beruf noch mehr zeitliche Ressourcen vorhanden gewesen wären, wäre eine empirische Herangehensweise auch noch zielführender gewesen. So habe ich mich ziemlich auf der theoretischen Ebene bewegt. Dazu aber später noch mehr…

Die zweite Hälfte 2016

Die zweite Hälfte des Jahres 2016 war dann deutlich weniger klar strukturiert. Sie hat damit begonnen, dass wir unsere ersten Haustauschferien durchgeführt haben (übrigens unmittelbar nach dem Kolloquium zur Master-Thesis).

Amsterdam

Wir haben unser Haus mit einer Familie aus Amsterdam getauscht und zwei tolle Wochen im den Sommerferien in einer grandiosen Stadt verbracht, die auch mit Kindern zu empfehlen ist. Wir sind sogar einen Abend ohne Kids ein Bier trinken gewesen, was mit drei Kindern nach Jahren ein echtes Highlight ist. Die zwei Wochen waren nach dem erfolgreichen Abschluss des Masters mehr als wichtig, um einfach mal wieder runter zu kommen und Zeit miteinander zu verbringen.

Projektmanagement

Anfang Oktober hatte ich dann ganz spontan die Möglichkeit, meinen ersten Lehrauftrag zu geben. Thema “Projektmanagement”, verknüpft mit agilen Denk- und Handlungsweisen. Zudem habe ich an einer weiteren Hochschule einen Vortrag zum Thema “agiles Management in Organisationen der Sozialwirtschaft” gehalten, der, wie auch das oben genannte Seminar, sehr gut angekommen ist. Hier habe ich das Gefühl, vielleicht auch nur meine Hoffnung, dass das Thema “agiles Management”, neue Organisationsformen, Innovation etc. in Organisationen der Sozialwirtschaft ein zunehmend Relevantes zu werden scheint. Ich hoffe, dass es 2017 die Möglichkeit geben wird, hier weiter zu arbeiten und die Sozialwirtschaft zunehmend weiter zu entwickeln.

Social Innovation Night

Dann habe ich mich verstärkt der ersten Freiburger Social Innovation Night gewidmet, die dann Ende Oktober stattgefunden hat. Eine im Rückblick immer noch großartige Veranstaltung mit vielen netten Menschen in einem inspirierenden Ambiente.

Hier wird es 2017 eine Fortsetzung geben, und zwar am 27.04.2017, wieder im Grünhof in Freiburg, wieder mit spannenden SpeakerInnen. Den Termin können sich also alle Freiburger und darüber hinaus Interessierten schon mal eintragen und vormerken.

#sozialcamp

Highlight Nummer zwei war dann das Barcamp Soziale Arbeit in Bonn, besser zu finden im Netz unter dem Hashtag #sozialcamp. Meinen Rückblick dazu kannst Du hier nachlesen.

Noch einmal kurz die Verbindung zur Master-Thesis: Ich habe auf dem Barcamp versucht, in einer Session die Essenz der Thesis zu präsentieren. Versucht deshalb, da die Zeit einer Session (45 Minunten) beinahe zu kurz war, um allein schlagwortartig durch die Arbeit und die wesentlichen Punkte zu gehen. Wie gesagt, hier wäre weniger, dafür aber ein tieferer Einstieg in die Thematik der Innovation vielleicht an einigen Stellen mehr gewesen.

Neuer Job

Part Vier der Zweiten Hälfte 2016 bestand und besteht aktuell immer noch daraus, meinen Job zu wechseln. Das ist ein ganz eigenes Thema, zu dem ich wahrscheinlich in einem gesonderten Beitrag noch ein paar mehr Worte verlieren werde. Hier muss reichen, dass ich meinen Job in der Akkreditierung von Studiengängen Ende Februar 2017 beenden werde und eine neue Herausforderung annehme.

Nach neun Jahren in einer kleinen Organisation, mit Menschen, die mich und uns als Familie lange und durch viele Höhen und Tiefen begleitet haben, ist dies eine für mich ziemlich aufreibende Phase, die sicherlich mit dazu beiträgt, hier im Blog gerade einmal etwas kürzer zu treten und zu reflektieren, wie und wohin es weitergehen kann.

Fakt ist aber schon jetzt, dass es mit dem Blog weitergehen wird. Dazu macht es einfach zu viel Spaß und es ist mir zu wichtig.

Weiter

Ganz persönlich ist der Beitrag hier nicht, da es neben all dem Beschriebenen noch viele andere, sehr und manchmal zu persönliche, schöne und weniger schöne Momente im Jahr gab. Mir fällt dann immer auf, dass das Leben wahnsinnig voll ist. Einerseits oftmals überfordernd voll, andererseits schön voll und lebendig, lebenswert.

Und das ist gut so…

Aber wie war denn Dein Jahr 2016? Welche Highlights gab es? Was ist auch vielleicht nicht so überzeugend gelaufen? Es lohnt sich wirklich, sich einmal die Zeit zu nehmen und zurück sowie vielleicht auch nach vorne zu schauen.

Jetzt wünsche ich Dir und Euch aber erst einmal einen großartigen Start in ein neues Jahr, hoffentlich funktioniert bald wieder alles, wir kommen nach Hause und es geht weiter…


P.S.: Falls Du noch ein wenig Lesestoff für 2017 suchst, schau doch mal in die Rezensionen. Vielleicht spricht Dich ja was an…

P.P.S.: Und wenn Du magst, kannst Du mir ja einfach ein paar Dinge für das neue Jahr mitgeben, wohin sich aus Deiner Sicht IdeeQuadrat weiter entwickeln kann und sollte. Wir können dann ja 2018 gemeinsam zurück schauen und reflektieren, was daraus geworden ist 😉

2 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Lieber Hendrik,
    toll, dein Jahresrückblick!
    Mein Highlight war auch meine Masterarbeit. Nach 20 Jahren Berufspraxis habe ich mal wieder studiert: Diakoniemanagement an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal/Bethel. Mein Thema: Diakonisches Profil, eine theoretische und empirische Analyse. Damit habe ich dann auch meinen Traumjob gefunden, die Geschäftsführung eines regionalen Diakonischen Werkes – im Sauerland!
    Mein Thema will ich noch ausbauen und weiter dazu arbeiten. Mich interessiert, wie Sozialwirtschaft 4.0 sich auf diakonische Profile auswirken wird, wie die Stakeholder der öffentlichen Hand reagieren werden und wie ein Wertedialog zwischen Kirche und Diakonie einerseits und kritischer politischer Öffentlichkeit andererseits organisiert werden muss. Dein blog und deine Gedanken zu sozialen Innovationen inspirieren mich sehr. Ist deine Masterarbeit irgendwo zu lesen?
    Ich wünsche dir ein erfolgreiches und spannendes neues Jahr, bleib gesund, genieß das Leben mit den Kindern und bleibe so aktiv und kreativ!
    Mit herzlichen Grüßen
    Iris Jänicke

    • Liebe Iris,

      Sauerland verbindet 😉

      Nein, meine Arbeit ist nicht öffentlich, ich kann sie dir aber gerne schicken. Wie kann ich dich am Besten erreichen? Wenn du mir über das Kontaktformular schreibst, habe ich deine Adresse und schick dir die Arbeit zu… Und die Themen, die du da nennst, sind mehr als spannend und wichtig für die Zukunft! Wie gesagt, schreib mir doch kurz…

      LG

      Hendrik

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