Mein Traumjob, oder: Auf dem Weg zu guter Arbeit in sozialen Organisationen?

In einem vorherigen Beitrag habe ich meine Situation träumerisch bezogen auf “Viereinhalb Faktoren meines perfekten Arbeitsplatzes“ beschrieben.

Mein Arbeitsplatz sollte selbstbestimmt, sinngetrieben, abwechslungsreich und mit meinem restlichen Leben vereinbar sein.

Vielleicht: ein Traum.

Sabine Depew erweitert in der Blogparade den Blick weg vom Arbeitsplatz hin zu der Frage, was denn eigentlich der Traumjob wäre.

Die Antworten auf die drei von Sabine gestellten Fragen zum Traumjob finden sich mehr oder weniger versteckt im Text:

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  • Wie sollte Dein Traumjob sein?
  • Was erwartest Du von Arbeitgebern?
  • Wie sieht ein Unternehmen aus, in dem Du gerne arbeiten möchtest?

Jetzt aber:

Schon wieder träumen! Da freue ich mich doch drauf, auch wenn meine Schlafphasen aktuell eher begrenzt umfangreich sind…

Ganz zu trennen sind die Bereiche Traumjob und der perfekte Arbeitsplatz wohl nicht, denke ich, aber es gibt sicher Unterschiede.

Den Arbeitsplatz im Blick ergeben sich Fragen nach dem, was ich brauche, um meine Arbeit zu machen.

Neben ein paar wenigen materiellen Dingen (wie bspw. einem Computer und einem Telefon) sind es eben die in dem Artikel beschriebenen immateriellen Aspekte:

  • Selbstbestimmung
  • Sinn
  • Abwechslung
  • Vereinbarkeit

Jetzt bleibt nur noch die Frage, was ich eigentlich machen will. Also konkret die Frage nach meinem Traumjob.

In meinem Traumjob will ich Organisationen und den darin arbeitenden Menschen dabei helfen, ihre Bestimmung zu finden und diese auch leben zu können.

Organisationen sollen Ihre Bestimmung leben können?

Etwas esoterisch, oder?

Naja, ich komme – angestachelt durch mein Buch des Jahres – immer mehr zu der Erkenntnis, dass – wenn man Organisationen als lebendige Systeme begreift – diese eine eigene Bestimmung entwickeln können. Lebendig, eben.

Aber konkret?

Konkret stelle ich immer wieder fest, dass der Zweck der Organisationen durch die in den Organisationen handelnden Menschen und vor allem durch die in vorherigen Zeiten sinnvollen Strukturen konterkariert, gebrochen, gebremst, behindert, wie auch immer, wird.

Es wird versucht, durch „Maßnahmen“ (Teamentwicklung, Strategieentwicklung mit endlosen Meetings, Qualitätsmanagementhandbüchern, Zielvereinbarungen, Projektmanagement, whatever) die Organisation auf dem einmal festgelegten Weg zu halten.

Wenn von diesem Weg abgewichen wird, kommt es zur „Krise“, Begriffe wie Scheitern oder Blamage oder – noch schlimmer – Schuld machen die Runde…

Wenn auch etwas abgegriffen passt das Bild des Fahrradfahrens ganz gut dazu: Wie lernen wir Radfahren? Indem wir vorher einen Plan machen? Berechnen, wann es zur nächsten Kurve kommt und wie viele Pedalumdrehungen bis zur nächsten Ampel im dritten Gang bei dem und dem Rückenwind notwendig sind?

Oder eher, indem wir losfahren, permanent mit kleinsten Anpassungen auf die uns umgebenden Umstände reagieren und damit das Ziel besser (und schneller) erreichen als mit der ersten Methode?

  • Ich bin davon überzeugt, dass – wenn der Soziale Sektor zukünftig eine angemessene Bedeutung in unserer Gesellschaft haben soll – sich an den vorherrschenden Strukturen und Kulturen in den Organisationen der Sozialwirtschaft, angefangen von der Ausbildung über die Leistung- bis hin zu den Kostenträgern, einiges radikal ändern muss.
  • Ich bin auch davon überzeugt, dass die radikalen Änderungen passieren, ob wir das wollen oder nicht. Das will ich hier nicht konkret ausführen, kann aber in meinem Beitrag zu den Risiken der Veränderung der Arbeitswelt in der Sozialwirtschaft nachgelesen werden.
  • Und ich will mit meinem Traumjob dazu beitragen, dass die kommenden Änderungen in den und für die Organisationen der Sozialwirtschaft positiv gestaltet werden.

Dass sie eben nicht einfach „passieren“, sondern dass sie proaktiv angegangen werden.

Ich will dazu beitragen, dass wir dahin kommen, „gute“ Soziale Arbeit in lebenswerten Organisationen der Sozialwirtschaft zu leisten – was auch immer das spezifisch ist.

Nur so kann Soziale Arbeit in meinen Augen zukünftig den Mehrwert liefern, den sie liefern will: die Lösung Sozialer Probleme.

Und wo stehe ich gerade?

Naja, das ist ein langes Thema, dass ich hier nicht ausführen will.

So gibt es Rahmenbedingungen, die den Traumjob (noch) etwas entfernt erscheinen lassen. Aber als Vision, als Ziel für mich, existiert dieser Traum.

Ich werde ihn erreichen und würde mich freuen, wenn ihr mich auf meinem Weg dahin – hier über diesen Blog oder auch im realen Leben – begleitet.

So könnt Ihr bspw. einfach oben Eure Mailadresse eintragen und schon bekommt Ihr jeden neuen Beitrag – zack – in Euer Postfach. Oder Ihr kommentiert meine Artikel – im Sinne eines gegenseitigen Lernens.

Und jetzt bin ich gespannt, wie Euer Traumjob so aussieht…

 

3 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Hat dies auf Zeitzuteilen rebloggt und kommentierte:
    Hendrik Epe beteiligt sich mit nachfolgendem Beitrag an meiner Blogparade “Was ist eigentlich ein Traumjob” und gibt Arbeitgebern im sozialen Bereich brauchbare Hinweise, worauf die jüngere Generation Wert legt.

  2. Pingback: Was ist eigentlich ein Traumjob oder was wir von Google lernen können. | Zeitzuteilen

  3. Herzlichen Dank für Deine Teilnahme an meiner Blogparade. Freut mich sehr und Deine Vorstellungen lesen sich gut!

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