Social Innovation Night Vol. 2 am 27.04.2017 – Vernetzung als Lernen

Inhalt:

Die zweite Social Innovation Night steht an, und zwar am 27.04.2017 im Grünhof in Freiburg.

Ich gehe natürlich davon aus, dass Du Dich bereits angemeldet hast. Falls das noch nicht so sein sollte, hast Du hier kostenlos die Möglichkeit dazu. Und was mich noch mehr freuen würde, ist, wenn Du die Idee weiterträgst in Deine Netzwerke.

Social Innovation Night als Netzwerk

Ich werde immer wieder gefragt, was denn eigentlich Sinn und Zweck der Social Innovation Night ist. Das ist die Grundfrage, die Frage nach dem „Warum“. Warum also eine Veranstaltung, die inhaltlich offen ist, die in einem anderen Rahmen stattfindet, die kostenlos ist? Das macht doch irgendwie keinen Sinn, oder? Und meine Frau ist von meinen „kostenlosen“ Aktivitäten auch nicht ganz begeistert. So kostet es doch zumindest und nicht unbedingt wenig Zeit.

Warum die Social Innovation Night?

Ich will hier – wirklich nur kurz – darlegen, was meine Hintergedanken bei der Social Innovation Night sind. Dazu macht es – falls Du Lust hast – Sinn, sich meinen Beitrag zu „New Social Work“ anzuschauen. In dem Beitrag lege ich dar, warum es Zeit ist, über neue Formen Sozialer Arbeit nachzudenken. Nachzudenken über neue Formen Sozialer Arbeit auf Ebene der Gesellschaft, der Organisationen der Sozialwirtschaft und der Menschen, die in den Organisationen eingebunden sind und somit irgendwie in Kontakt stehen zu Sozialer Arbeit. Wenn man allein an Kindergärten denkt, die ich ebenfalls unter Organisationen der Sozialwirtschaft fasse, sind wir alle irgendwie in Kontakt zu Sozialer Arbeit, auch wenn wir dies manchmal nicht so wahrhaben wollen.

Das Bild Sozialer Arbeit

Auffällig ist jedoch, dass das Bild Sozialer Arbeit in der Öffentlichkeit selten positiv geprägt ist. Neben den Bildern gesellschaftlicher Schichten, mit denen man nun wirklich so gar nichts zu tun haben will (bspw. die Straffälligenhilfe oder die Drogenhilfe) verfügen auch weniger „schmuddelige“ Bereiche sozialer Arbeit, wie bspw. die stationäre Jugendhilfe, über „Bilder in der Öffentlichkeit“, die nicht zwingend positiv besetzt sind.

Kampf

Der Blick in die Organisationen zeigt aber, dass diese an unterschiedlichsten Fronten kämpfen. Diese „militärische Sprache“ benutze ich bewusst, da es – so mein Eindruck – zunehmend um die Sicherung des Überlebens geht. Zu nennen ist bspw. der Fachkräftemangel, der Organisationen der Sozialwirtschaft zunehmend vor die Schwierigkeit stellt, ihr Angebot überhaupt noch aufrecht erhalten zu können. „Brandbriefe“ von Berliner freien Trägern zeigen dies eindrücklich ebenso wie aufgrund fehlender Fachkräfte schließende Altenpflegeeinrichtungen. Gespräche mit Leitungskräften aus Kitas und Kindergärten unterstreichen diesen Eindruck. Im Kampf ums Überleben, auch wenn ich dieses Wort nicht mag, kommen zunehmend rigidere Vorgaben aus bspw. externen Qualitätsmanagementanforderungen oder dem Controlling, aber auch rechtliche Vorgaben, die die Flexibilität der Organisationen einschränken, hinzu. Allumfassende Tendenzen zur Wirkungsmessung, die Bürokratisierung der Sozialen Arbeit und der als neues Leitprinzip geltende Managerialismus in Organisationen der Sozialwirtschaft sind hier zu nennen. Sinkende finanzielle Mittel sind Ursache und Konsequenz dieser Tendenzen gleichermaßen…

Innovative Ansätze von tollen Menschen

Auf der anderen, positiven, Seite sehe ich wahnsinnig tolle, innovative Ansätze, wie „die“ Soziale Arbeit in den sich zunehmend schwieriger gestaltenden Kontexten umgeht. „Die“ Soziale Arbeit sind aber vornehmlich Menschen, die die Dinge in die Hand nehmen und „machen“. Menschen, die neue Wege ausprobieren, Menschen, die den Status Quo in Frage stellen und einzig im Denken vorherrschende Grenzen überwinden.

Menschen zusammenbringen

Mit der Social Innovation Night versuche ich (im Kleinen), diese Menschen zusammenzubringen, zu vernetzen und so ein „voneinander lernen“ in einem anderen Kontext zu ermöglichen.

Die SpeakerInnen

So freue ich mich, für die zweite Social Innovation Night, Irene L. Bär, Clemens Salm und Joachim Welter begrüßen zu können!

Irene L. Bär

Irene L. Bär arbeitet in der Bundeszentrale des Deutschen Caritasverbandes mit Sitz in Freiburg und leitet dort die youngcaritas Deutschland. Mit youngcaritas bieten Caritasverbände an 70 Orten in Deutschland jungen Menschen eine Anlaufstelle für ihr solidarisches Engagement. Irene ist Politikwissenschaftlerin, Fotografin und PR-Beraterin. Bevor sie 2013 den Aufbau der youngcaritas Deutschland übernahm, arbeitete sie u.a. bei der Katholischen Landjugendbewegung in der Erzdiözese Freiburg und beim Landesjugendring Baden-Württemberg. Sie wird in ihrem Input berichten, welche Ziele eine große Organisation wie der Deutsche Caritasverband mit der Gründung der youngcaritas verfolgt und an welchen Stellen das kleine quirlige Schnellboot und der große Tanker besonders häufig zusammenstoßen.

Clemens Salm

Clemens Salm ist Diplom-Volkswirt mit langjähriger Erfahrung als Projektleiter und Moderator in komplexen Projekten, nicht nur im Sozialbereich. Das Spezialgebiet des Referenten ist die Schnittmenge zwischen Ökonomie und Sozialem. Clemens Salm lehrt Betriebswirtschaftslehre und Ethik als Managementaufgabe am Zentrum für Schlüsselqualifikation (ZfS) der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und coacht Entscheider aus Politik und Wirtschaft. Für die Wilhelm Oberle-Stiftung berät er Kinder- und Jugendeinrichtungen. Clemens Salm erklärt wie Stiftungen in Freiburg „ticken“ und wie diese auf neuen Wegen Finanzierungsmöglichkeiten auftun können.

Joachim Welter

Joachim Welter LBZ RiegelJoachim Welter ist seit 1992 Leiter des „Lösungsorientierten Bildungs-, Beratungs- und Betreuungszentrum“ (LBZ) in Riegel am Kaiserstuhl. Joachim Welter ist Diplompsychologe, verheiratet  und Vater von zwei Kindern. Insbesondere spannend sind sein systemisch-lösungsorientierter Ansatz, ein verbindendes pädagogisches Konzept der Einrichtung und eine gemeinsame Grundhaltung im Umgang mit kleinen wie auch großen Menschen. So heißt es auf der Homepage des LBZ: „Die Förderung einer möglichst umfassenden Eigenverantwortlichkeit aller MitarbeiterInnen steht im Mittelpunkt unseres Führungsverständnisses.“ Wie er dieses im LBZ umsetzt und was andere Organisationen davon lernen können, wird Thema seines Inputs.

Danke schon jetzt

Schon an dieser Stelle, noch digital, mein ganz herzlicher Dank an die Speakerin und die Speaker der zweiten Social Innovation Night. Und auch an dieser Stelle mein Dank an das Team vom Grünhof in Freiburg, an Menschen, die neuen Ideen offen sind und Möglichkeiten für diese neuen Ideen schaffen.

Danke auch an Dich (wenn du denn jetzt endlich angemeldet bis und vorbeikommst), dass Du den Abend mitgestaltest. So funktioniert Lernen nicht durch reinen Konsum von Wissen, sondern durch Austausch und Diskussion.

Darauf freue ich mich.


P.S.: Zur Vernetzung gehört, dass möglichst viele Menschen von dem Abend erfahren: Als teilt die Social Innovation Night in Euren Netzwerken, stiftet andere Menschen an, vorbeizukommen und kommt – natürlich – selbst vorbei.

 

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