Schlagwort: soziale arbeit

Wie Ihr wirklich erfolgreiche Projekte aufsetzt

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Über ein Drittel des deutschen Bruttoinlandsprodukts wird durch Projekte erwirtschaftet. Im Jahr 2018, so prognostizieren die Studienautoren, wird die Bruttowertschöpfung durch Projekte bereits über 40 Prozent ausmachen.

Die projektbasierte Arbeit nimmt auch und insbesondere in Organisationen der Sozialwirtschaft einen großen Raum ein:

„Wohin auch immer man im Nonprofit-Sektor blickt, man stößt unweigerlich auf Projekte: Die meisten NPOs arbeiten in und mit Projekten, sei es in ihren Primär- (…), Sekundär- (…) oder Tertiärprozessen (…)“ (vgl. Mayerhofer et al., 2002, 457).

In beinahe jedem Curriculum für Studiengänge der Sozialen Arbeit – unabhängig ob Bachelor oder Master – findet sich ein Modul oder zumindest eine Lehrveranstaltung zum Thema, Organisationen der Sozialwirtschaft veröffentlichen eigene Arbeitshilfen zur Entwicklung von Projekten (vgl. bspw. SKF, 2007) und einige Organisationen der Sozialwirtschaft bezeichnen sich selbst als „Projekt“ (bspw. Wohnprojekte, Projekte für benachteiligte Jugendliche).

Angeregt durch den Artikel von Sabine Depew, die Projekte mehr als berechtigt als den Motor Sozialer Arbeit bezeichnet, habe ich eine scjon etwas ältere Hausarbeit zum Thema Projektmanagement ausgepackt und für Euch aufbereitet.

Projekte werden entwickelt und für bestimmte Zielgruppen angeboten – bspw. für die Arbeit mit älteren Menschen, Kindern, Jugendlichen oder Menschen mit Behinderung – sowie für unterschiedliche Zielsetzungen – bspw. Projekte zur Einführung von Qualitätsmanagement oder Projekte zur Organisationentwicklung. „Der Begriff ‚Projekt’ wird also in ganz verschiedenen Bedeutungen verwendet“ (ebd.). Ziel von Projekten in Organisationen der Sozialwirtschaft ist meist, flexibel auf neue Bedarfe zu reagieren. Diese werden entweder organisationsintern entwickelt (bspw. Aufbau eines neuartigen Angebots für eine besondere Klientel innerhalb einer stationären Jugendhilfeeinrichtung, Erarbeitung eines Leitbildes) oder organisationsextern von Stakeholdern (bspw. Politik, Gesellschaft, Arbeitsagentur) an die Organisation herangetragen (bspw. Anfrage eines Jugendamtes zur Eröffnung einer neuen Wohngruppe für minderjährige, unbegleitete Flüchtlinge für einen bestimmten Zeitraum oder die gesetzliche Pflicht zur Erarbeitung von Qualitätsstandards in Pflegeeinrichtungen).

Wie lassen sich Projekte so aufsetzen, dass ein möglichst großer Nutzen, ein echter Mehrwert erzeugt wird?

4 Gründe, warum sich Sozialarbeiter mit Selbstmanagement beschäftigen müssen

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Heute mal ein etwas anderer Artikel, der sich mit der Frage befasst, wie Ihr Euch selbst organisiert und ein funktionierendes System für Euer Selbstmanagement aufbauen könnt. Der Beitrag befasst sich weitergehend mit der Frage, warum die Auseinandersetzung mit Eurem Selbstmanagement gerade für Menschen in Sozialen Berufen so wichtig ist.

Dazu vorab und ganz ehrlich: Ich bin in mancher Hinsicht ein Chaot!

Das nervt nicht nur mich ziemlich. Das nervt meine Umgebung, insbesondere meine Familie.

Ich habe viele Ideen im Kopf, habe aber echte Probleme mit der Umsetzung. Und dann habe ich noch Probleme, Dinge zu erledigen, die ich nicht als unmittelbar sinnvoll erachte. Ich fange vieles an und beende wenig. Ich vergesse Namen, Gesichter und Orte, was in meinem Beruf nicht so richtig gut ist.

Aufgrund dieser etwas unstrukturierten Eigenschaften habe ich vor einiger Zeit begonnen, mich mit Fragen des Selbstmanagements zu befassen.

Kurz zusammengefasst: Wie bekomme ich meine Dinge geregelt?

Und ich denke, dass ich einige Tipps gesammelt habe, die auch für Euch und ganz allgemein für Menschen in sozialen Organisationen ganz hilfreich sein könnten. Um zu den Werkzeugen zu gelangen, ist vorab zu fragen, warum Selbstmanagement so wichtig ist.

Warum ist Selbstmanagement für Menschen in sozialen Organisationen so wichtig und was das mit Enten zu tun hat!

Die 14 wichtigsten Kompetenzen für Soziale Arbeit und was das mit der Zukunft der Gesellschaft zu tun hat

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Was haben die Kompetenzen für Soziale Arbeit mit der Zukunft der Gesellschaft zu tun? Oder zumindest mit der Veränderung der Arbeitswelt? Das erfahren Sie im folgenden Beitrag!

Die Welt ist verrückt. Welch wahnsinnig toller Eingangssatz. Wahrscheinlich finden sich viele Menschen, die mich in dieser Einschätzung unterstützen. Wir können uns umschauen, sozusagen eine 360 Grad-Perspektive einnehmen, wie es in vielen Bereichen so schön heißt. Und wir sehen überall Dinge, die sich unserer „Steuerung“ entziehen. Angefangen von unüberschaubaren klimatischen Veränderungen über Wirtschaftskrisen, die für den einzelnen überhaupt nicht mehr verstehbar sind bis hin zu – ganz aktuell – den Herausforderungen, die Flüchtlingsströme mit sich bringen.

Kontrollierbar? Keinen Meter!

Aktuell finde ich das Beispiel von VW immer noch sehr passend: Da werden Regelungen, Grenzwerte, aufgestellt, die einzuhalten sind. Da man als Megakonzern, der 100 Tausende von Beschäftigten umfasst, nicht mehr flexibel reagieren kann, um wirklich Neues zu schaffen, muss versucht werden, die Grenzwerte mit den vorhandenen Mitteln einzuhalten. Das klappt so lange so gut, bis jemand merkt, dass man die Grenzwerte nur einhält, weil man betrügt.

7 Artikel und Initiativen für neue Arbeit

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Im Zuge der Beschäftigung mit der Frage nach neuen Organisationsformen und Überlegungen, wie Arbeit in Zukunft wahrscheinlich gestaltet sein wird, habe ich im letzten Beitrag das beeindruckende Buch von Frederic Laloux vorgestellt. Dabei habe ich versucht, einen Bezug zu Organisationen der Sozialwirtschaft herzustellen mit dem „Fazit“, dass die wesentlichen Merkmale des vorgestellten Konzeptes – Selbstmanagement, Ganzheitlichkeit und Sinn – gerade für Organisationen der Sozialwirtschaft und Fragen nach Steigerung von Professionalität, Zufriedenheit aber auch Wirtschaftlichkeit und Effizienz mehr als passend zu sein scheinen.

Kompetenzen für zukunftsfähiges Management von Organisationen der Sozialwirtschaft, oder: Eine Bitte um Eure Mithilfe!

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Wenn man Diskussionen zur Entwicklung und Gestaltung von Organisationen verfolgt, fällt ein Schlagwort immer wieder ins Auge:

Komplexität.

Die Welt wird komplexer, die Anforderungen werden immer undurchschaubarer und unplanbarer. Das einfach mal als platte These, die sich belegen lässt:

Herausforderungen wie die Wirtschaftskrise, der Klimawandel oder aktuelle Herausforderungen hinsichtlich des Umgangs mit den Flüchtlingsbewegungen, um nur einige zu nennen, sind nicht mehr in Gänze zu überblicken geschweige denn zu „steuern“ oder zu „managen“.

Den Blick fokussierend auf privatwirtschaftliche Unternehmen lässt sich feststellen, dass sich in den letzten paar Jahren – hervorgerufen insbesondere durch digitale Möglichkeiten sowie die Globalisierung – Geschäftsmodelle teilweise radikal gewandelt haben:

Etablierte Unternehmen tun sich schwer mit schnellen, agilen Anpassungen an neue Herausforderungen wohingegen bislang unbekannte „Player“ auf der Bildfläche erscheinen und ganze Wirtschaftszweige ins Wanken bringen. Zu nennen sind bspw. Unternehmen wie AirBnB, die die Hotelbranche vor die Frage stellt, was die Kunden eigentlich wollen, oder auch Automobilunternehmen wie Tesla, die mit radikal neuen Herangehensweisen an Fragen der individuellen Mobilität herangehen. Der aktuelle Skandal um die Abgaswerte bei VW verdeutlicht auf der anderen Seite eine „alte“, traditionelle Herangehensweise, die selbst vor Betrug nicht zurückschreckt. Welche Auswirkungen der Skandal auf den Wirtschaftsstandort Deutschland hat, ist, wiederum der Komplexität geschuldet, noch überhaupt nicht absehbar.

Wie sehen aber die Entwicklungen in Organisationen der Sozialwirtschaft aus?

Was Organisationen der Sozialwirtschaft mit VW zu tun haben…

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Bei VW haben einige Ingenieure, unterstützt und gedeckt durch ein paar Manager – und das ist ein Skandal – in vollem Bewusstsein an der elektronischen Steuereinheit des Motors (ich bin kein Ingenieur) rumgebastelt, um die Abgaswerte zu manipulieren bzw. nur dann zu verbessern, wenn der Wagen auf dem Prüfstand steht.

Das ist krass, kriminell, absurd… Mir fehlen die Worte.

Übergreifendes Social Marketing, oder: Warum gibt es so wenig geile Geschichten der Sozialen Arbeit?

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Ich bin gerade auf dem Rückweg aus Berlin. Hip und cool und alles, was einem dazu so spontan einfällt. Da sitzen coole Jungs und mindestens ebenso coole Mädels in abgerockten, aber ziemlich stylischen „Büroräumen“, die maximal als im Entstehen befindlich bezeichnet werden könnten. In Freiburg wäre die Bauaufsicht gekommen und hätte die Räumlichkeiten schon längst dicht gemacht, wahrscheinlich wegen Brandschutzmängeln und überhaupt, wie sieht das denn aus?

Des geht hier net!

Doch das geht! Und zwar richtig gut. So versuchen die Jungs und Mädels aus einer völlig anderen als der uns „im Sozialwesen“ bekannten Warte heraus, gute Arbeit zu leisten. Auf neuen, innovativen Wegen, mehr oder weniger „erfolgreich“, wobei schon fraglich ist, was unter „Erfolg“ zu verstehen ist.

Den „Impact“ mit der Reichweite der Homepage nachzuweisen ist in der Sozialen Arbeit nicht unbedingt gängig (unabhängig davon, dass es auch nicht viel Sinn macht).

Ich bin nachdenklich.

Was macht eigentlich eine gute Organisation der Sozialwirtschaft aus?

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Ich sitze im Zug, auf dem Weg von Münster zurück nach Hause.

Zurück vom 5. Fachtag Sozialmanagement, der zum Thema „Die ‚gute Organisation‘ – Leitorientierungen für die Organisationsgestaltung in der Sozialen Arbeit“ heute, also am Mittwoch, den 16.09.2015, an der Fachhochschule Münster stattfand.

Mit dem Beitrag will ich meine Eindrücke des Tages mit Euch teilen. Bei konkreteren Fragen dazu stehe ich Euch natürlich gerne zur Verfügung.

Einen eigenen Hashtag gab es nicht, soweit ich mich erinnern kann, WLAN auch nicht, somit fiel die direkte Diskussion über Twitter leider mehr oder weniger ins Wasser 😉 Macht doch mal mehr digital. Unter #ftsm15 findet Ihr aber ein paar spontane Eindrücke…

Leitfrage des Fachtags war:

Seid wachsam! Oder: warum das mit der Zukunft der Arbeitswelt nicht ganz einfach ist!

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Der aktuelle Titel der Zeitschrift „NEON“ lautet:

Mach, was du bist!

Das passt doch großartig zur neuen Arbeitswelt! Und greift selbstverständlich eine Frage auf, die schon Jahrhunderte alt ist:

Wer bin ich eigentlich? Und welche Möglichkeiten habe ich?

Ja, vor Jahrhunderten waren die Wahlmöglichkeiten wohl begrenzter als heutzutage, da können wir uns wirklich glücklich schätzen.

Aber, und das ist die Frage zu diesem Beitrag:

Ist sonst auch alles gut mit Blick auf die neue Arbeitswelt und dann noch fokussiert auf die Sozialwirtschaft? Oder gibt es doch irgendwo einen oder gar mehrere Haken mit Blick auf Freiheit, Selbstbestimmung und dem ganzen Rest? Und wenn es Haken gibt, wie lässt sich damit umgehen?

Zunächst noch einmal, als Einstieg, ein Blick darauf, was es mit der Veränderung der Arbeitswelt so auf sich hat: