Soziale Arbeit? #nichtwiedudenkst

Was ist der Unterschied zwischen einem Rottweiler und einem Sozialarbeiter? – Von einem Rottweiler bekommst Du eventuell Dein Kind zurück.

Noch ein Witz?

Was sind die wichtigsten Utensilien für einen Sozialarbeiter? – Eine Kerze, ein Räucherstäbchen, eine Kanne Tee und das Diskussionsdeckchen.

Einer geht noch, oder?

Warum haben es Sozialarbeit-Studenten heute einfacher als früher? Früher mußten sie schon um Viertel vor sechs aufstehen, heute kann man noch bis um 8 Uhr abends Rotwein kaufen.

Ja, da kann man mal drüber schmunzeln. Wenn Ihr mehr schmunzeln wollt, schaut ihr am Besten mal hier.

Klischees über Sozialarbeiter!

Witze über Berufsgruppen sprechen die in den Berufsgruppen sowie die in der Gesellschaft über die Berufsgruppe vorhandenen Klischees ganz wunderbar an. Und alleine die Tatsache, dass es (übrigens nicht nur) eine Seite im Internet mit „Sozialarbeiter-Witzen“ gibt, macht deutlich, dass Soziale Arbeit und Klischees irgendetwas miteinander zu tun haben müssen.

Warum ich dazu schreibe?

Auf der einen Seite schreibe ich natürlich dazu, weil ich denke, dass es sich lohnt, sich einmal näher mit den Klischees der Sozialen Arbeit zu befassen und diese vielleicht auf eine etwas andere Art zu beleuchten. Ich freu mich schon jetzt auf die kontroversen Diskussionen 😉

Auf der anderen Seite ist dieser Beitrag Teil der Blogparade von der lieben Lydia, die unter www.büronymus.de die Arbeitswelt heute, morgen und übermorgen betrachtet und zu der Blogparade über Berufsklischees aufgerufen hat. Da musste ich quasi mitmachen 😉

Latzhose, Wollpulli, Jesuslatschen!

Jetzt aber mal etwas ernsthafter: Was sagt der Duden?

Klischee bedeutet, neben anderem, eine eingefahrene, überkommene Vorstellung von etwas. Etwas wissenschaftlicher geht es um eine Schablone oder auch um Rollenverhalten sowie Stereotypen.

OK, eingefahrene, überkommene Vorstellung? Damit bewegen wir uns doch schon mal in recht eindeutigem Fahrwasser.

So führt der Tagesspiegel einen Artikel über Sozialarbeiter (aus dem Jahr 2015) bspw. ein mit den Worten:

„Latzhose, Wollpulli, „Jesuslatschen“? Das Sozialarbeiter-Klischee aus den 1980er Jahren stimmt längst nicht mehr. Heute sind Sozialpädagogen in vielen Bereichen im Einsatz – von Jugendclubs über Kliniken bis hin zu Flüchtlingsheimen.“

Weiter geht’s mit einem Zitat von Herwig-Lempp, der seit 1998 Professor an der Hochschule Merseburg ist:

„SozialarbeiterInnen unterscheiden sich manchmal im Aussehen wenig von ihren KlientInnen, sie tragen selten Kostüme oder Anzug und Krawatte. Damit vermeiden sie eine unnötige Distanzierung, die bei der Arbeit hinderlich wäre. Sie wollen sich nicht über ihre KlientInnen stellen. Zudem muss ihre Arbeitskleidung häufig „robust“ sein, etwa wenn sie mit Kindern spielen oder sich als „Streetworker“ auf der Straße oder in Kneipen „rumtreiben“.

Findet Ihr hier, übrigens mit einem Augenzwinkern wirklich nett aufbereitet. 

Sozialarbeiter also, die sich von ihrem Klientel nicht unterscheiden. Ich habe mich erdreistet, die nette Grafik hier in seinem Beitrag zu klauen:

Sozialarbeiter als die gefragtesten Akademiker!

Gleichzeitig finden sich Artikel wie dieser hier oder – noch ein wenig aktueller – der hier:

Sozialarbeiter werden, natürlich (oder leider, je nach Sichtweise) basierend auf der aktuellen Flüchtlingsthematik, als die gefragtesten Akademiker bezeichnet. Trotz aller herrschenden Klischees sind die Berufseinstiegsaussichten aktuell jedenfalls mehr als gut. Dazu aber später noch mal ein wenig mehr.

Warum dann Klischees?

Wenn Sozialarbeiter aber so gefragt sind, woher kommen dann bitte schön die Klischees?

Naja, wenn ich mich an mein eigenes Studium der Sozialen Arbeit zurück erinnere, dann ist es so, dass sich die Klischees (zu Teilen) tatsächlich bestätigen: Menschen, die „irgendwas mit Menschen machen“ wollen, Menschen, die teilweise aussehen wie frisch von der Straße, Punks, Ökos, Sandalen auch im Winter und strickende Mädchen gab es in der Vorlesung wirklich! Inzwischen bin ich mit einer dieser Mädchen sogar verheiratet…

Ich selber, nachdem ich mir meine langen Haare vor dem Studium habe abgeschnitten, mit Vollglatze. Sah ehrlich gesagt ziemlich krank aus, aber was man eben so macht, wenn man jung ist.

Und die Abende: Wirklich ziemlich Rotweinlastig, oder was eben so getrunken wurde. Die Partys bestanden meist aus rumsitzen und diskutieren, über Gott und das meist Schlechte der Welt.

Akademiker?

Wenn man das Studium der Sozialen Arbeit aber näher betrachtet, dann komme ich zu der Feststellung, dass die wirklichen Herausforderungen eigentlich darin bestanden, dann anwesend zu sein, wenn  Anwesenheit unbedingt nötig war. Ich bin zwischendurch mal ein Jahr lang als Fahrradkurier unterwegs gewesen, habe sowieso permanent nebenbei gearbeitet (schon vor und während meines Studiums in der stationären Jugendhilfe) und hatte in den letzten Semestern bereits eine feste, halbe Stelle. Was ich damit sagen will ist, dass das Studium mit – aus meiner Sicht – verhältnismäßig begrenztem intellektuellen Aufwand zu absolvieren war.

Ein wirkliches Problem dabei, und das existiert auch noch heute, ist der inflationäre Gebrauch von guten Noten. Ein Studium, das mit einer Note unterhalb einer Zwei abgeschlossen wurde, war quasi nur mit ziemlichem Aufwand zu erreichen. Wie gesagt: wenn man anwesend war, wenn Anwesenheit gefordert war, war es schon kaum möglich, dieses Ziel – eine schlechtere Note als die Zwei – zu erreichen.

Damit gehen aus meiner Sicht einige wesentliche Aspekte einher, die sich wiederum in den Klischees niederschlagen:

  • Selbstbewusstsein

Selbstbewusstsein gibt es – überspitzt formuliert – eigentlich nicht. Wie auch, wenn einem jede Note hinterhergeworfen wird? Als Gegenbeispiel führe ich immer gerne die Juristenausbildung an, die ich aus lerntheoretischen Aspekten für völligen Quatsch halte. Aber: Die Juristen müssen eine wahnsinnig aufwendige Prüfung am Ende ihres Studiums absolvieren. Wenn sie es schaffen, diese Prüfung zu bewältigen, dann laufen da Auswendiglernmaschinen durch die Gegend, mit einer enorm breit geschwellten Brust: Sie haben es geschafft! Es geht nicht um die Note, Bestehen ist und kann das einzige Ziel sein. Und ob die Menschen hinsichtlich ihrer Profession, also als Juristen, etwas drauf haben, interessiert nicht. Die Prüfung besagt ausschließlich, dass sie gut auswendig lernen können. Aber sie haben es eben geschafft.

Apropos Profession:

  • Profession

Ob eine Profession der Sozialen Arbeit existiert ist mit soziologischen Professionstheorien nicht einfach zu beantworten. Wenn man eine Antwort sucht, kommt man eigentlich eher dazu, die Soziale Arbeit als Semiprofession – wenn überhaupt – zu bezeichnen. Damit gehen wiederum verschiedene Aspekte einher (wie bspw. die fremdbestimmte Aufgabenzuweisung im Gegensatz zu der mit einer Profession eigentlich einhergehenden Autonomie), die Auswirkungen vor allem auf die in der Sozialen Arbeit Beschäftigten haben. Das Gefühl, ständig irgendwie in der zweiten Reihe zu agieren, bleibt: Die Juristen bestimmen ebenso wie die Mediziner und in der eigenen Organisation gibt es dann noch die BWLer, die auf die Kohle schauen. Und die damit einhergehenden Auswirkungen spiegeln sich in der permanenten Suche nach einer eigenen Berufsidentität:

  • Berufsidentität

Ja, dazu habe ich bereits einmal Effinger zitiert:

„Es gibt wohl kaum eine andere Profession, die wie die Soziale Arbeit so ausdauernd und voller Selbstzweifel nach dem Eigentlichen ihrer beruflichen Handlungen fragt. Manchmal scheint es so, als wenn gerade die Beschäftigung mit dieser Frage das Eigentliche der Sozialen Arbeit ausmacht.“ 

Das heißt, dass wir uns sowas von dermaßen mit uns selbst beschäftigen, dass wir nicht merken, wie sich die Welt um uns herum ändert. Konkret habe ich bspw. das Gefühl, dass die sich akademisierenden Gesundheitsfachberufe (wie Physiotherapie, Hebammen, Pflege etc.) uns rechts überholen. Ohne das wir davon etwas mitbekommen. Über die Entwicklung im Bereich des Social Entrepreneurships habe ich auch mal ein paar Worte geschrieben.

Wesentlicher finde ich aber noch, dass sich aktuelle Entwicklungen, wie bspw. die Ökonomisierung oder der demografische Wandel, über die Soziale Arbeit legen, ohne dass ich bislang wirkliche Problemlösungen aus der Sozialen Arbeit heraus erkennen kann.

Jetzt sind die drei aufgeführten Punkte alles andere als wissenschaftlich hinterlegt. Sie sind mal eben so hingeschrieben. Ich denke, dass eine intensivere Beschäftigung damit zu mehr, wahrscheinlich anderen, Punkten führen wird, die das Klischee der Sozialarbeiter untermauern.

Aber! Das wird man jawohl noch sagen dürfen!

Aber: Ich bin davon überzeugt, dass wir, wenn wir es schaffen, die für uns im Vergleich zu anderen Professionen als Defizit erlebten Aspekte als die Stärken der Sozialen Arbeit auszulegen, einen ganzen Schritt weiter kommen können. So bin ich davon überzeugt, dass die Fähigkeiten, das breite Wissen, die Verbindung von „Kopf, Herz und Hand“ der Sozialen Arbeit die Kompetenzen sein werden, die in Zukunft gebraucht werden.

Ohne das noch mal auszuführen, empfehle ich meinen Artikel zu den Kompetenzen der Sozialarbeiter!

Zweites Aber: Was bleibt zu tun?

Das zweite Aber bezieht sich dann doch auf die von mir wahrgenommenen Entwicklungsnotwendigkeiten.

Wenn ihr diesen Blog hier verfolgt, dann wisst ihr, dass ich mich mit Leidenschaft der Zukunft der Arbeit in Sozialen Organisationen widme. Ist ja eigentlich sowas wie der Titel des Blogs. Und für die Zukunft erachte ich es als enorm wichtig, dass sich Sozialarbeiter mit zwei Dingen beschäftigen sollten:

  • Rollenkompetenz

Mir fällt immer wieder auf, dass es Sozialarbeiter (sehr pauschal) nicht gelernt haben, in unterschiedlichen Rollen unterschiedlich zu agieren. So mag der oben schon beschriebene Punk eine wunderbare Arbeit mit der Klientel von der Straße machen. Aber Sozialarbeit besteht eben auch daraus, mit vielen unterschiedlichen Adressatengruppen adäquat zu kommunizieren.

Dazu gehören Politiker genauso wie BWLer, Psychologen und Mediziner (und noch so einige mehr). Konkret bedeutet es, dass zumindest mal ein vernünftiges Hemd anzuziehen ist, wenn ich nicht die Rolle des Sozialarbeiters auf der Straße sondern die Rolle des Vertreters der auf Kostenträger angewiesenen Sozialen Organisation bin. In einer Runde von  Lokalpolitikern, die Geld für die Flüchtlingsarbeit ausgeben wollen, nur darüber zu jammern, dass die Arbeit eigentlich gar nicht machbar, die Erfolgsaussicht gleich Null und die ganze Welt sowieso ganz schlecht ist, macht – in dieser Rolle – keinen Sinn. Das ist die Rolle der Supervision, von mir aus. Aber was denken die Politiker? Geld verbrennen? Sicher nicht.

  • Organisationsbewusstsein

In meinen Augen müssen sich Sozialarbeiter verstärkt darüber bewusst werden, dass sie (meist zumindest) in einer Organisation und damit wiederum zusammen in Netzwerken mit anderen Menschen und Organisationen agieren. Man könnte auch noch größer denken und insgesamt von einem Systembewusstsein sprechen, aber das wollen wir hier mal noch nicht. Sozialarbeiter müssen verstehen, warum die Organisation so tickt, wie sie tickt. Nur dann wird klar, dass die Arbeit, die sie leisten, in und für eine Organisation geleistet wird. Und auch nur dann wird verstanden, dass Soziale Arbeit auf externes Geld angewiesen ist, damit die Organisation und damit die Aufrechterhaltung der Arbeit überhaupt möglich ist. Ökonomisierung im positiven Sinn, wenn man so will.

In meinen Augen sind diese beiden Aspekte – Rollenkompetenz und Organisationsbewusstsein – im Studium der Sozialen Arbeit aktuell unterrepräsentiert. Ich sehe hier enormes Entwicklungspotential.

Voraussetzungen: Keine! Kosten: Hohe! Berufsaussichten: Alle!

Und zum Schluss noch einmal zurück zu den aktuell angeblich so gefragten Akademikern: Ich sehe diesen Aspekt enorm kritisch! Der akute Bedarf, der sich aktuell abzeichnet, kann – in pessimistisch betrachtet – dazu führen, dass „irgendwer“ dazu herangezogen wird, die Aufgaben der Sozialen Arbeit zu verrichten.

Vor ein paar Tagen bin ich über eine Weiterbildung zum „Integrationsberater/Sozialarbeiter“ gestolpert. Könnt ihr selber mal reinschauen:

Voraussetzungen: Keine! Kosten: Hohe! Berufsaussichten: Alle! Update (vom 07.04.2016): Der Beitrag bzw. das Angebot wurde entfernt! Damit funktioniert der Link leider nicht mehr…

Was bedeutet so etwas für die oben schon angesprochene Profession der Sozialen Arbeit? Irgendwelche innerhalb von sechs Monaten irgendwo ausgebildete Menschen nennen sich nicht nur Sozialarbeiter, sie verhalten sich auch noch so! Und sie bekommen einen, wahrscheinlich untertariflich bezahlten Job, in der aktuellen Lage ziemlich sicher. Und das ist dann das, was als „Sozialarbeit“ rüberkommt…

Ein anderes Beispiel (ich zitieren aktuell gerne aus Facebook-Kommentaren) ist der folgende Kommentar (leider etwas länger, aber wenn ihr es schon bis hierher geschafft habt..):

„Auch wenn ich die drei Jahre an der xy Hochschule in xy hinter mich gebracht habe (mehr auf dem Papier als tatsächlich in den Vorlesungen vor Ort und wenn dann mit Duplobausteinen und 2jährigen Zwerg auf dem Schoß ) war der Weg einfach nur Mittel um das Diplom zu bekommen damit ich weiterhin im Jugendhilfebereich arbeiten kann, was ich jahrelang zuvor ehrenamtlich bzw freiberuflich „nebenbei“ gemacht habe. Da ich selbst als „Jugendhilfekind“ großgeworden bin, Gewalt in allen Formen überlebt und nach verschiedensten Therapien auch wieder die Füße auf dem Boden habe, brauche ich inhaltlich keine Lehrbücher über die Folgen von Kindesmissbrauch, Verwahrlosung oder Psychotherapie. Als Ein-Eltern-Familie durfte ich die breite Palette von Unterhaltsflucht, zeitweiser ALG2-Bezug, (Un)Vereinbarkeit Kind-Studium-Beruf am eigenen Leib erfahren und mein damaliger Soziologieprof hat irgendwann selbst gemeint, als es eben um das Thema Ein-Elternfamilie ging, dass er die Vorlesung viel lieber mir überlassen würde, da er nur die graue Theorie beschreibt. Zwischenzeitlich ist er allerdings auch getrennt und lebt als Ein-Elternfamilie, zumindest die Hälfte der Zeit. Studium ist Mittel zum Zweck, es gab ein paar echt gute Vorlesungen, doch das eigentliche Wissen und Können ist zum Einen die Innere Haltung, das Leben als Solches und das was Frau/Mann sich „so nebenbei“ aneignet, sei es durch Literatur, durch kollegialen Austausch, Supervision wie auch immer.  Und ich würde meine Arbeit für kein Geld der Welt eintauschen, solange es da draußen noch Mädels und Jungs gibt, die die gleiche Sch…. Erleben wie sie mir in meiner Kindheit begegnet ist. Ich möchte die Unterstützung und Begleitung wie ich sie immerwieder auch von professionellen Kräften Erhalten habe, gerne weitergeben an diejenigen, die sie jetzt und heute brauchen. Das bedeutet zumindest für mich gelebte Gerechtigkeit!“

Ja, fuck it, warum studieren? Warum überhaupt Geld für die Arbeit verlangen, die da gemacht wird? Bei solchen Kommentaren wird der Erzieherstreik des letzten Jahres zum Hohn: Da draußen gibt es doch genug nette Mamis, die sich die Verwahrung von Kindern so wünschen! Das wäre doch super, die Mamis sind glücklich, der Staat spart Geld und die Kinder sind auch noch betreut! Eine Triple-Win-Situation, sozusagen. Die von mir aus tragische Sichtweise der eigenen Jugendhilfekarriere lasse ich mal hintenvor. So habe ich auch mal ein Birne ausgewechselt, bezeichne mich aber noch lange nicht als Elektriker!

Manmanman, jetzt aber mal wieder zurück zu den Klischees, Puls runter!

Wenn wir so agieren, wie oben gezeigt, wenn es Ausbildungen gibt, die in sechs Monaten zu einem Abschluss eines Sozialarbeiters führen, wenn wir nicht einmal wirklich erklären können, was eine professionelle Soziale Arbeit ausmacht und warum es sich lohnt, dafür Geld in die Hand zu nehmen und die Menschen nicht nur angemessen sondern auch noch richtig gut zu bezahlen, kurz: Wenn wir es nicht hinbekommen, den wirklichen Mehrwert der Sozialen Arbeit nach außen zu zeigen, dann dürfen wir uns – verdammt noch mal – nicht wundern, wenn es die – dann berechtigten – Klischees Sozialer Arbeit gibt!

Und noch einmal: Rollenkompetenz und Organisationsbewusstsein sowie das Wissen um die wesentlichen Kompetenzen der Sozialen Arbeit bringen uns da schon ziemlich viel weiter!

Denke ich!

Und was denkt Ihr?

Und hier noch was zum Weiterlesen:

https://heikokleve.wordpress.com/2016/02/28/von-den-klischees-zur-reflexion-was-ist-soziale-arbeit/


Falls Ihr oder Eure Organisation Interesse habt, genauer zu erfahren, welche Auswirkungen mit aktuellen Entwicklungen für die Sozialwirtschaft insgesamt und spezifisch Eure Organisation einhergehen, nehmt Kontaktauf.

Gerne können wir uns in ungezwungener Runde und vor allem zugeschnitten auf Eure Organisation einmal dazu austauschen.

Falls Ihr ansonsten mehr über meine Gedanken zur Entwicklung der Arbeit in Organisationen der Sozialwirtschaft erfahren wollt, tragt doch einfach Eure E-Mailadresse oben ein.

Ihr bekommt jeden neuen Artikel umgehend in Euer Postfach.

Oder Ihr schaut mal auf Facebook vorbei! Über ein “like” freu ich mich (und ein paar hoffentlich spannende Links gibt’s dazu)…

 

 

 

 

 

 

 

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  4. Hey, vielen Dank für den Beitrag. Vieles spricht mir aus der Seele und / oder viel besser, meinem beruflichen Selbstbewusstsein. Ich halte dieses Semester noch einen Lehrauftrag über Professionspolitik…daher auch meine Abneigung für den Begriff der „Semiprofession“, dass sind wir sicher nicht (mehr). Wir sind durchaus eine Profession, auch im klassisch soziologischen Sinne, einer Basis-Professions-Definition. Doch was wirklich schwierige Aspekte sind, hast du hier gut herausgearbeitet: die Vorstellung vieler Personen, unter anderem und das ist wirklich dramatisch, eigener Berufsangehöriger (gerade mit Einstellungsdruck und Stellenbesetzungsaufgaben), dass diesen Job auch weit weniger oder ganz anderes qualifizierte Personen leisten können…es mag ja sein, dass wir gerade eine tolle Arbeitsmarktsituation haben, doch diese geht (ganz anders als es bei Ärzten, Juristen und Co der Fall ist), immer mit wenig bis gar nicht qualifiziertem Personal einher…wie sollen wir klar stellen, dass Ehrenamtliche unsere Arbeit NICHT machen können, wenn wir selbst z.B. Geographen in die Arbeit mit Flüchtlingen einstellen, weil sie im Lebenslauf mal ehrenamtlich mit diesen gearbeitet haben…? Außerdem ist auch der von dir beschriebene Aspekt, der Notengebung im Studium ein großes Problem…hier leidet jede Vergleichbarkeit. Dies müsste dringend verändert werden, mein eigener Beitrag, sehr streng zu benoten (also verhältnismäßig), ist hier leider nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Die Hochschulen sind hier gefragt… Und nun noch eine persönliche Aussage: ich finde es klasse, dass du diesen Blog schreibst; Ich bin zwar öfters anderer Meinung, ich lese viel von dir und du zeigst damit ein großes Engagement für deine Profession und das schätze ich wirklich…wer verbringt damit schon seine Freizeit 🙂 Und nun zum Abschluss: idealerweise bringst du beim nächsten Mal, nicht das Beispiel vom Elektriker, sondern vom Arzt…stellen wir uns vor, wir kommen in eine Praxis und der Arzt erzählt uns, dass wir uns keine Sorgen machen sollen, er hätte zwar nicht Medizin studiert, aber er hätte wirklich viel Erfahrung und könne und ohne Probleme operieren … DAS ist das Problem…

    • Hey Franziska,

      danke für deinen ausführlichen Kommentar! Und schön, dass dir meine Beiträge gefallen. Unterschiedlicher Meinung zu sein ist quasi das Ziel des Blogs 😉

      Und besonders gefällt mir dein Beispiel des Arztes… Ich hatte auch mal eine Erkältung, jetzt bin ich dann eben Arzt… 😉

      Liebe Grüße

      Hendrik

  5. Hallo Hendrik Epe,
    Dein Hinweis auf den Vortag von Frederic Laloux „wie sich lebendige, vitale Organisationen schaffen lassen …“ beim Lernforum Großgruppenarbeit 2016 (https://www.youtube.com/watch?v=9OPovwXemjM) fand ich genial.

    Der Eintrag bei einem Diskussionsforum zeigt als Beispiel, wie sich Sozialarbeitende fühlen, wenn sie nicht den Zugang zum Selbstmanagement oder zur Selbstsorge gefunden haben: „Nach über 20 Jahren habe ich keine Motivation mehr. Die Luft ist raus. Auch die vielen befristeten Teilzeitstellen die es vor 10-15 Jahren kaum gab kotzen mich an. Die Entwertung meines Abschlusses ist entwürdigend.“

    Deine Anregungen auf Deinem Blog kommen meines Erachtens zur rechten Zeit.
    Akut herrscht echter Fachkräftemangel, extreme Arbeitsverdichtung und Preiskämpfe auf dem „Dienstleistungsmarkt der soziale Arbeit“.

    Ich plädiere dafür, das WIR uns neues Handwerkszeug für die Selbstkompetenz, als auch für die Umstrukturierung der Organisationsführung aneignen. Die Kliniken Heiligenfeld (Klinikgruppe mit dem Schwerpunkt psychosomatischer Behandlung) und das niederländische Unternehmen „buurtzorg“ (Häuslicher Pflegedienst) sind da gute Vorbilder. Ich glaube, dass eine Öffnung zu INNOVATIVEN Sichtweisen, Konzeptentwicklungen mit den Mitarbeitenden und deren Umsetzungen unabdingbar sind, damit die Sozialarbeitenden und die sozialen non-profit Einrichtungen eine Chance haben, gesund zu bleiben oder wieder gesund zu werden.

    • Liebe Elke,

      danke Dir für deinen Kommentar.

      Ich frage mich immer noch, wie es noch weiter in die Breite zu tragen ist. Naja, dafür ist die Soziale Arbeit vielleicht auch „zu breit“ 😉

      Dir eine gute Woche und

      Liebe Grüße

      Hendrik

  6. Hat dies auf Zeitzuteilen rebloggt und kommentierte:
    Ein sehr treffender Blogartikel von Hendrik Epe, das die tatsächliche Profession, die in diesen Tagen als Voraussetzung für den sozialen Zusammenhalt mehr denn je gebraucht wird, hervorragend herausarbeitet.

  7. Vielen Dank, Hendrik, für diesen wichtigen Beitrag! Es tut dringend Not die hervorragende Leistung der Sozialarbeiter/innen herauszuarbeiten!

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